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Kino damals – Kino heute

Große Breitwandleinwände, Laser-Shows und 3D-Effekte – all dies war vor mehreren hundert Jahren noch völlig undenkbar und ist erst seit wenigen Jahren kennzeichnend für das moderne Kino. Zwar haben die Menschen früher auch gerne Filme geschaut, jedoch waren diese relativ einfach gehalten, hatten anfangs keinen Ton und wurden auch nicht in riesigen futuristisch ausgestatteten Kinosälen präsentiert.

Der Beginn des Kinos liegt in den Jahrmärkten, die vor mehreren Jahrhunderten durch die Städte wanderten und immer wieder ein großes Publikum anzogen. Vor allem die Buden, in denen optische Illusionen die Besucher in ihren Bann zogen, waren überaus beliebt und meist die Attraktion eines Jahrmarktes. Die Brüder Lumière ließen sich von dieser Technik der Dreidimensionalität und Illusionen inspirieren und entwickelten kurz darauf den Cinématographen, eine Art Kamera, die zugleich als Abspielgerät diente. In den USA wurde fast im gleichen Jahr das Kinetoskop erfunden, ein Gerät, welches das Filmschauen für eine Person möglich machte. Aufgrund dieser technisch raffinierten Entwicklungen kam man schnell auf die Idee, Filme vor größerem Publikum in einem gemütlichen Ambiente zu präsentieren und begann mit der Umgestaltung einfacher Räume zu Kinosälen. Die ersten Kinos glichen eher einem rustikalen Theater. Es gab eine riesige Bühne, auf der ein Orchester oder Musiker stand und die stummen Kurzfilme musikalisch begleitete. Oftmals gab es auch Moderatoren und Sprecher, die einen Film dokumentierten.

Seit der ersten Kinoaufführung im Jahr 1895 wurden viele Theater auf der ganzen Welt zu Kinos umgebaut, mit der Elektrifizierung entstanden Lichtspielhäuser, die fest etabliert wurden.

Mit der Verbreitung des Fernsehers stagnierte die Begeisterung für das Kino zusehends und viele Lichtspielhäuser mussten geschlossen werden.

Heute gehört der Kinobesuch zu eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen weltweit. Große moderne Kinosäle erwarten den Besucher, der sich vorab noch mit einer großen Portion Popcorn und Cola versorgen kann. Riesige Leinwände, Special-Effects und 3D-Animationen – das Kino ist lange nicht mehr, was es einmal war. Weltbekannte Schauspieler erhalten hohe Gagen für ihre Rollen, Regisseure werden mit wertvollen Preisen ausgezeichnet und längst ist es nicht nur noch ein Drehbuch, welches für die Kinoproduktionen von Nöten ist. Tontechniker, Elektriker, Bühnendesigner, Maskenbildner, Kameraleute und Computerspezialisten und weitaus mehr qualitative Kräfte arbeiten heute an den zahlreichen erfolgreichen Filmen mit, die zum Teil ein Millionenpublikum anziehen.